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Jeremias Gotthelf
Die schwarze Spinne
Peter Glauser liest
2006, 4 CDs
CHF 34,00 / Euro 27,00
ISBN 978-3-905689-10-5
1797 als Albert Bitzius in Murten geboren, starb 1843 in Lützelflüh. Er arbeitete als Pfarrer und war stets ein gesellschaftspolitisch engagierter Zeitgenosse, der sich energisch im Erziehungs- und Armenwesen einsetzte.
1836 begann Albert Bitzius mit der Schriftstellerei. Sein erster Roman war Der Bauernspiegel. Der Name der Hauptfigur aus diesem Werk wurde zugleich der Schriftstellername von Bitzius: Jeremias Gotthelf.
Seine Romane spiegeln das bäuerliche Leben im 19. Jahrhundert.
Herausragend in seinem Werk ist die Rahmennovelle Die schwarze Spinne (1843), in der er eine alte Sage zu einer gleichnishaften Erzählung verarbeitet.
Diese Erzählung bei vielen Literaturkritikern als eines der Meisterwerke des deutschen Biedermeier. Thomas Mann schrieb darüber in Die Entstehung des Doktor Faustus, dass Gotthelf «oft das Homerische» berühre und dass er seine Schwarze Spinne «wie kaum ein zweites Stück Weltliteratur» bewundere. Als Schriftsteller, so beschrieb ihn Walter Muschg 1954, ist «dieser Außenseiter [...] fraglos nicht nur der größte, sondern der einzige Erzähler ersten Ranges in der deutschen Literatur, der einzige, der sich mit Dickens, Balzac oder Dostojewskij vergleichen läßt», weiter räumt Muschg besorgt hinzu: «Trotzdem ist er vielen hervorragenden Kennern
unbekannt. Sein Name entlockt ihnen unfehlbar ein Lächeln, und es scheint ausgeschlossen, daß er jemals in die Weltliteratur eingehen wird. Nicht nur deshalb, weil nur ein Schweizer die Fülle seiner barbarischen Sprache ermessen kann» (Walter Muschg: Dichtertypen. Basel 1954).
Sprecher: Peter Glauser, er lebt in Biel und arbeitet als Schauspieler.
Aufnahmeleitung, Technik, Musik und Klangkulisse: mischa d. Eine Produktion der northern recording facility und verlag die brotsuppe. |